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SHAPE - PRESSE
GESUNDES LEBEN
GESUNDES LEBEN

SHAKE IT, BABY!

DER MENSCH BESITZT MUSKELN, VON
DENEN ER OFT GAR NICHTS WEISS.
MIT HERKÖMMLICHEM WORKOUT WERDEN
DIESE KAUM ERREICHT. DABEI GÄBE ES EINE ZIEMLICH SIMPLE METHODE: KRÄFTIGES
SCHÜTTELN EINZELNER KÖRPERPARTIEN.



TEXT: CHRISTIAN SCHERL


GESUNDES LEBEN
GESUNDES LEBEN

Deshalb findet man auf dem Fitnessmarkt immer mehr Geräte, die nach der Vibrationsmethode funktionieren und Jagd auf "verborgene" Muskeln machen. Da gibt es entweder relativ einfache Instrumente für zu Hause oder aber auch Riesenmaschinen, die sich wohl nur Fitnessstudios leisten können. Wer lieber in seinen eigenen vier Wänden trimmt, greift etwa zum XCO-Trainer oder dem Flexi-Bar.


Die "Wunderhantel"

Oje, beim Wort Hantel dreht es Ihnen schon den Magen um? Keine Sorge. Der XCO-Trainer ist keine Hantel im klassischen Sinn. Das sieht man auf den ersten Blick. Eine rote Röhre aus Aluminium. Irgendwie chic. In diesem Rohr befindet scih eine lose Masse, die sich mit jedem MOve etwas verzögert in Bewegung setzt. Und genau in dieser Verzögerung steckt das Geheimnis, denn dadurch muss der Muskel verstärkt reagieren. Experten sprechen dann vom "reactive Impact". Dazu kommt, dass Sie dieses Rohr nicht langsam auf und ab bewegen sollen wie eine normale Eisenhatel. Nein, dafür ist der XCO-Trainer einfach zu leicht. Schütteln ist angesagt. Lassen Sie die Hantel in Ihren Händen hin und her gleiten wie Tom Cruise den Cocktailmixer im Kinoklassiker "Cocktail". Das macht Spaß und definiert auch Ihre Muskeln. Durch den verspäteten Aufprall der losen Masse ist das Training zusätzlich enorm gelenkschonend. Bisher gibt es vier unterschiedliche Ausführungen dieser "Wunderhantel". Bleibt nur zu hoffen, dass die angängliche Motivation nicht schwindet und das neue Fitnessgerät nicht binnen kürzester Zeit neben der Eisenhatel unterm Bett zum Staubfänger mutiert.


Der "Zauberstab"

Oder Sie greifen gleich zur "Bohnenstange". Der Flexi-Bar ist eine 150 cm lange und nur 630 Gramm schwere, biegsame Fiberglasstange mit kleinen Gewichten aus Naturkautschuk an den Enden. So ein federleichtes Fitnessgerät hat Ihnen bisher sicher noch nie den Body geformt. Das Wort Feder trifft die Sache ganz gut, denn man nimmt den Stab in die Hand und bringt ihn zum "Federn". Durch diese Schwingen entstehen Fliehkräfte, die der Körper auszugleichen versucht. Ob Sie wollen oder nicht: Ihre Muskeln arbeiten. Vor allem im Rumpf-, Bauch- und Schulterbereich wirkt der Flexi-Bar wie ein Zauberstab. Die Bandbreite reicht von einer Version für Anfänger bis zu speziellen Ausführungen für Übergewichtige. Dreimal pro Woche zehn Minuten und der Bikinifigur steht nichts mehr im Weg. Vorausgesetzt, die Übungen werden richtig ausgeführt. Lässt man den dünnen Stab zu kräftig ausschlagen, hat es sich ausgezaubert. Das Obermaterial splittert ab und der Flexi-Bar eignet sich bald nur noch als exotischer Dekorationsgegenstand.
Die Fitnessstudio-Varianten: Noch schneller und noch besser rücken Sie dem Speck mit hochmoderen Studiogeräten zu Leibe. So genannte Ganzkörpervibrationsmaschinen schütteln in faszinierend hoher Frequenz die Schlaffeheit aus den Knochen. Das beste daran: Dazu muss man sich nicht einmal umziehen. Theoretisch könnten Sie sich auch im Businessoutfit durchrütteln lassen, steigen ohne Schweißverlust wieder vom Gerät und spüren am nächsten Tag Ihre Muskeln, als hätten Sie das Workout Ihres Lebens absolviert. Zehn Minuten auf diesen neuartigen Geräten ersetzen eineinhalb Stunden herkömmliches Training.


Powerplate & Fitvibe

Auf den Trick mit der Vibrationstechnik kamen nicht etwa Fitnessgurus aus den USA, sondern die russische Raumfahrtforschung. Für die Kosmonauten der russichen Raumstation "Mir" waren Trainingskonzepte notwendig, die vor allem die Knochendichte erhöhen. Dieser Effekt wurde mit mechanischen Schwingungselementen erreicht. Kaum war der Eiserne Vorhang gefallen, rissen sich die Wissenschaftler des Westens um die revolutionäre Entdeckung.
Daraus entstanden Ganzkörpervibrationsmaschinen für den Fitness- und Therapiebereich. Die bekanntesten Geräte sind Powerplate und Fitvibe. Auf den ersten Blick sehen diese Produkte wie utopische Waagen aus: eine große rechtwinkelige Standfläche an einer schmalen Säule. Während Powerplate speziell für den Fitnessmarkt entwickelt wurde, kommt Konkurrent Fitvibe aus dem medizinischen Bereich. Beide Geräte ähneln einander sehr. Wie es die Übung eben verlangt, stellt, setzt oder legt man sich auf die dreidimensionale Platte, die per Knopfdruck Schwingungen auf den Körper überträgt. Es kribbelt ganz schön, wenn bis zu 60 Impulse pro Sekunde die Muskeln druchzucken. Dieses sanfte Kitzeln wirkt stärker als jegliches Hanteltraining. Nach den Kräftigungsübungen entspannen die Muskeln bei sanfter Massage, die ebenfalls per Vibration bezogen werden kann.

GESUNDES LEBEN -1/2005 [ Übersicht ]

 

 

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